– FAQ –

Fragen und Antworten

1.    Ist es richtig, dass ich mich nicht ausziehen muss und auch keine Sonden oder Ähnliches angelegt oder eingeführt werden? Wie ist es möglich, dass ich nichts zum Training beitragen muss, kann ich etwas falsch machen?

Durch den Einsatz von Magnetwellen werden übertragungsfrei Signale in die Muskulatur transportiert. Magnetwellen durchdringen jeden Körper widerstandslos. So ist es möglich, dass die Patientin bzw. der Patient ohne Ausziehen oder Wechsel der Kleidung das Training durchführen kann. Der Patient sitzt im bequemen Trainingssessel in einstellbarer, entspannter Position und die Technik arbeitet für ihn. Die Muskulatur des Beckenbodens wird rhythmisch angespannt und wieder entspannt, ohne dass der Patient etwas dafür oder dagegen tun kann. Das Training ist so einfach, dass der Patient nichts falsch machen kann. Der Patient kann während der Behandlung z. B. lesen oder telefonieren.


2.    Welche Vorteile bietet mir das Beckenbodentraining auf dem PelviPower gegenüber dem klassischen Beckenbodentraining?

Die wichtigsten Vorteile bestehen darin, dass zum einen das PelviPower-Training keinerlei Anstrengung erfordert. Zum anderen ist die Wirkung stärker, als bei klassischem Beckenbodentraining oder Eigentraining. Ebenso stellt sich der Trainingserfolg in den meisten Fällen wesentlich schneller ein. Zudem wird das gesamte Muskelsystem der Körpermitte gekräftigt, was eine deutliche Verbesserung der intra- und intermuskulären Koordination in diesem Körperbereich zur Folge haben kann.


3.    Wie lange dauert es, bis ich etwas von der Verbesserung meiner Muskulatur merke? Wie viele Trainingssitzungen muss ich machen, bis sich eine Verbesserung einstellt?

Das PelviPower-Training schlägt bei den meisten Anwendern relativ schnell an. Der Verbesserungsgrad ist bei keinem Patienten völlig gleich, jedoch verspüren die meisten Patientinnen und Patienten eine Verbesserung ungefähr nach der 5. Sitzung, möglicherweise etwas früher oder etwas später. Überwiegend kann beschrieben werden, dass in den ersten Trainingseinheiten ein rascher Verbesserungseffekt eintritt. In den weiteren Trainings-Einheiten schreiten Aufbau und Festigung der Muskulatur kontinuierlich voran.


4.    Was passiert, wenn die empfohlene Behandlungsmenge nicht ausreicht? Was ist, wenn der zu erwartende Erfolg nicht eintritt?

Es gibt nur wenige Patientinnen bzw. Patienten, die nicht auf das PelviPower-Training ansprechen. In äusserst seltenen Fällen hat selbst eine 20-malige Trainingsserie nicht zum erhofften Ergebnis geführt. Aus der praktischen Erfahrung heraus ist bekannt, dass Patientinnen, die entweder eine Operation mittels einer Anhebung der Harnröhre und des Verschlussapparats hatten oder eine Wertheim Operation, eine zum Teil erheblich reduzierte Erfolgschance haben. Auch bei Nervenverletzungen der entsprechenden Muskulatur ist die Trainingsmethode leider als nicht zielführend zu beurteilen. Vom Training ist wegen schlechten bis gar keinen Erfolgsaussichten abzuraten. Bei jeder Patientin und jedem Patienten wird während der Behandlungsserie, in einem Zwischengespräch mit dem Arzt, das Zwischenergebnis überprüft. Falls der Trainingserfolg ausgeblieben ist, ist die Änderung der vorgenommenen Einstellungen eine empfehlenswerte Option. In einem solchen Falle wird in Absprache mit dem Arzt eine Einstellungsoptimierung und begleitende Beobachtungsphase stattfinden. 


5.    Wie lange hält die Wirkung an? Wenn ich das Training erfolgreich beendet habe, muss ich irgendwann wiederkommen?

Diese Frage muss differenziert beantwortet werden: Zum einen hängt die Nachhaltigkeit des PelviPower-Trainings davon ab, in welchem „Entlassungszustand“ der Patient sich befindet. Zum anderen davon, ob der Patient nach dem Training einem Eigentraining oder körperlichen Aktivitäten nachgehen kann. Kann ein Patient dies nach dem Training tun, verlängert sich die Nachhaltigkeit deutlich. Ziel wäre es dies zu erreichen, da eine Wiederholung des PelviPower-Trainings dann womöglich bis ins hohe Alter nicht mehr notwendig sein könnte. Ist die Möglichkeit des Eigentrainings und körperlicher Aktivitäten nicht zuverlässig gegeben, zeigen die Erfahrungen, dass das Training in einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nach dem Training, zumindest zeitweise oder nur einmal wöchentlich weitergeführt werden sollte.


6.    Ist es hilfreich, wenn ich selbst Beckenbodentraining zusätzlich mache? Fördere ich damit den Erfolg und bleibt er dann länger?

Ein schnellerer Trainings-Erfolg durch ein paralleles Eigentraining ist bisher nicht bestätigt. Jedoch ist es ratsam, mit dem Eigentraining frühzeitig zu beginnen. Durch das PelviPower-Training spürt der Patient seinen Beckenboden früher und deutlicher als beim klassischen Training. Ein Vorteil ist, dass der Patient relativ schnell und zielsicher ein besseres Körpergefühl zu seiner Beckenbodenmuskulatur entwickelt und in der Nachfolge den Behandlungserfolg durch das Eigentraining auf Dauer stabilisieren kann.


7.    Wird das PelviPower-Training auch bei der Rehabilitation nach Prostatektomie eingesetzt?

Ja, im Rahmen einer Reha-Maßnahme nach einer Prostatektomie wird unter anderem eine entstehende postoperative Harninkontinenz mit dem PelviPower-Training behandelt. Dabei hilft der Faktor Zeit. Die Erfolgsaussichten werden maßgeblich erhöht, wenn der Patient entsprechend bald nach der OP reagiert. Mit einer vergrößerten Prostata sollte eine Behandlung auf dem PelviPower wegen einer bestehenden Reizüberempfindlichkeit nicht stattfinden.


8.    Nützt es, das PelviPower-Training als Präventionsmaßnahme zu verwenden? Ich habe keine Beschwerden, kann ich das Training auch vorsorglich anwenden?

Ja. Prinzipiell ist das PelviPower-Training auch vorsorglich anwendbar. Unter Berücksichtigung des bestehenden Muskulaturzustandes besteht die Möglichkeit, eine enorme Stärkung des Beckenbodens innerhalb kurzer Zeit herzustellen. Des Weiteren kann das Training auf dem PelviPower auch zur Festigung und Straffung des Gesässes beitragen.


9.    Ist das PelviPower-Training gut verträglich?

Im Allgemeinen berichten Patientinnen und Patienten von einer guten bis sehr guten Verträglichkeit. Das Training ist in keiner Weise anstrengend und regt dennoch den Blutkreislauf an. Durch das Training entsteht eine gute Gewebsdurchblutung, die Patientinnen und Patienten direkt während und nach einer Trainingseinheit auf dem PelviPower als angenehm und nachhaltig verspüren. 


10.    Was passiert, wenn ich während der Behandlung einen plötzlichen Harndrang verspüre?

Prinzipiell ist die Blasenentleerung eine gute Empfehlung, jedoch kein Muss. Während der Behandlung verspüren die wenigsten Patienten einen Harndrangdurch die Muskelstimulation. Falls doch ein Toilettengang eingelegt werden muss, kann der PelviPower auf Pause gesetzt werden. Nach dem Toilettengang setzt die Behandlung an gleicher Stelle wieder fort.


11.    Gibt es gesundheitliche Einschränkungen? Wann darf das PelviPower-Training nicht angewendet werden?

Gesundheitliche Einschränkungen gibt es in Form von absoluten Kontraindikationen. Das PelviPower-Training darf nicht angewendet werden bei Schwangerschaft, Implantaten elektronischer oder metallischer Art im Bereich zwischen Knie und Hals z. B. Insulinpumpe, Herzschrittmacher, Defibrillator, Hormonspirale, Hüftgelenk aus metallischer Legierung, metallische Schrauben, Nägel etc. im Bereich ab 10 cm des Oberschenkels über dem Kniegelenk bis zum Unterbauch, Epilepsie und bei schweren Herzrhythmusstörungen. Nach Operationen oder Bestrahlungen darf das Training erst 4 Wochen nach der Behandlung durchgeführt werden. Bei akutem Fieber, Entzündungen im Urogenitaltrakt oder bei schmerzhaften Hämorrhoiden kann eine Behandlung  zu Unbequemlichkeiten führen. Auch bei einer Menstruation kann es vorkommen, dass die Trainingsempfindlichkeit kurzfristig höher als normal ist. Eine Rücksprache mit dem Arzt oder Therapeuten ist empfehlenswert.


12.    Gibt es eine Altersbeschränkung? Macht es bei höherem Alter noch Sinn das PelviPower-Training durchzuführen?

Altersbeschränkung gibt es keine. Im Gegenteil: Die Trainingsmethode wird in vielen Senioren-Einrichtungen betrieben, weil dort eine sehr hohe Häufigkeit von unfreiwilligem Harnverlust der Fall ist. Patientinnen und Patienten im Alter von 85 Jahren, die das PelviPower-Training erfolgreich nutzen, sind daher keine Seltenheit. Mit zunehmendem Alter besteht die Gefahr des Verlustes der körperlichen Mobilität und der Bewegungsfreiheit. Gerade in einem solchen eintretenden Fall, ist das Training auf dem PelviPower eine effiziente Option und eine unkomplizierte Möglichkeit, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen.

 

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